Höhenrausch.3 - Nützliche Türme der Energie AG

Höhenrausch.3 – Nützliche Türme der Energie AG

Oberösterreicher-Turm, fremder Turm, sakrale Türme und mitten drin zwei nützliche Türme – das sind die Highlights vom Höhenrausch 2013 in Linz. Die hohe Kunst der Türme ist das Thema, das berauschend und in luftigen Höhen umgesetzt wurde. Die nützlichen Türme der Energie AG begrüßen den Besucher schon am OK-Platz. Der Anblick ist ungewöhnlich und schön zugleich: zwei Strommaste winden sich dreißig Meter in die Höhe und umarmen sich scheinbar im Himmel. Die beiden „nützlichen Energietürme“ waren in ihrem früheren Leben tatsächlich nützliche Energietürme. Allerdings standen sie da schnurgerade und hielten ihre Arme weit ausgestreckt um die Seile der 110-kV-Leitung von Traun nach Wegscheid zu halten. Mittlerweile ist dieser Leitungsabschnitt verkabelt, das Erdkabel ist seit Ende 2012 in Betrieb.

Wie es die Gittermaste von Wegscheid auf den OK Platz geschafft haben, erzählte uns Josef Pointl, verantwortlich für die Anlagentechnik für 110-kV Leitungen der Energie AG. Er konstruierte, plante und baute mit seinem 7-Mann-Team die Türme schließlich auch auf. Die unteren Ausleger der ursprünglichen Gittermaste trennte das Team bereits auf der Baustelle in Wegscheid ab. Vorher haben sie allerdings getüftelt: wie müssen die Maste statisch ausgelegt sein, wie gehören die schief-gewundenen Türme konstruiert, damit sie sicher stehen und gleichzeitig der skulpturalen Idee der Architekten gerecht werden? Die beiden Maste wurden in Einzelteilen nach Linz transportiert, jeder der beiden wiegt etwa viereinhalb Tonnen.

In Linz am OK-Platz haben unsere Mastenprofis die Einzelteile zusammengefügt. Nachdem die Bodenplatte vorbereitet war, haben die Männer jedes Einzelteil mit einem Kran hochgehievt und immer um 10 Grad geknickt montiert. „Auf einen geraden Masten hochzukraxeln ist schon nicht ohne, aber diese schiefen Türme haben uns besonders gefordert“ erzählt Gruppenleiter Josef Pointl. Im selben Atemzug sagt er aber: „Das hat richtig Spaß gemacht. Wir machen unsere Arbeit normalerweise alleine draußen in der freien Natur. Dieses Mal waren wir mitten in der Stadt und konnten zeigen wie so ein Mast in die Höhe wächst. Sicherheit ist bei uns immer wichtig, besonders, wenn wir auf so engem Raum arbeiten, wie am OK-Platz.“

Die Arme der Skulptur-Türme sind um 90 Grad gedreht montiert. „Nach 14 Tagen Arbeit hatten wir unser Ziel erreicht: die Maste umarmen sich.“ Und so stehen sie noch bis 13. Oktober und lassen sich, wie in ihrem früheren Arbeitsleben, täglich rund um die Uhr von den Besuchern bestaunen. Ein bisschen Höhenrausch hat sich die Energie AG auch direkt ins Haus geholt. Im Powertower der Energie AG gibt es eine Ausstellung im Foyer, die das Thema Türme spannend aufgreift und sich durch das Stiegenhaus bis hinauf auf das Dach fortsetzt. Besuchen Sie den Power Tower und erklimmen Sie luftige Höhen – Sie werden mit einem einzigartigen Blick über die Stadt belohnt.
Mehr Infos zum Höhenrausch finden sie hier.