Netzsituation Raab

Das Projekt Ried – Raab – Ranna

Im Jahr 1997 wurde von der Energie AG (damals noch OKA) das Projekt “Ried – Raab – Ranna” als 2-systemige 110-kV-Freileitung mit einem 110/30-kV-Umspannwerk in Raab zur Vorprüfung eingereicht. Das Projekt sollte die Versorgungsengpässe der Region Andorf/Raab beheben und die Stromversorgung langfristig sichern, sowie eine Absicherung der Versorgung des Mühlviertels sein. Im Rahmen des Vorprüfungsverfahrens sollten die Notwendigkeit sowie Alternativen geprüft werden. Besonders die Notwendigkeit der geplanten 110-kV-Freileitung wurde von der Region und der damals gebildeten Schutzgemeinschaft gegen die Freileitung hinterfragt und als nicht gegeben angesehen. Um dies zu überprüfen wurde seitens Behörde ein Gutachter (Prof. Fickert, TU Graz) mit Untersuchung der Versorgungssituation im Raum Raab beauftragt.

In diesem Gutachten wurde im Jahr 2000  als technisch und wirtschaftlich geeignete Lösung eine 1-systemige 110-kV-Freileitung von Ried über Raab nach Ranna festgestellt. Gutachten TU Graz_Kurzfassung

Zusätzlich wurden in den Jahren 2001 bis 2006 jährlich Monitoringberichte veröffentlicht, die die Versorgungssituation im Raum Raab durch lokale messtechnische Erfassung der Spannungsqualität dokumentierten.

1. Monitoringbericht
2. Monitoringbericht
3. Monitoringbericht
4. Monitoringbericht
5. Monitoringbericht
6. Monitoringbericht

Auf Basis dieser Berichte sprach 2006 der Gutachter die dringende Empfehlung aus, zügig mit der Umsetzung der empfohlenen Lösung zu beginnen.

2008 forderte die Schutzgemeinschaft Alternativlösungen über die 30-kV-Ebene ein. Ein umfangreicher Fragenkatalog bezüglich 30-kV-Lösungen für Raab wurde vom Gutachter beantwortet. Zusatzfragen an den Amtsgutachter

Schlussendlich fand im Oktober 2008 ein letzter “Runder Tisch” bei Landesrat Anschober statt. Dort erklärte der Gutachter Prof. Fickert, dass die von der Schutzgemeinschaft angestrebte 30-kV-Lösung nicht dem Stand der Technik entspricht.
Auszug Protokoll Runder Tisch vom 27.10.2008:

Protokoll Runder Tisch

Mangels Umsetzbarkeit der Gutachter-Lösung wurde das Projekt vom Investitionsplan der Energie AG Oberösterreich Netz GmbH genommen und ein “5-Punkte-Programm” beschlossen: