Innenschaltanlage am Kraftwerk Partenstein

Generalsanierung der 110-kV-Freileitung von Partenstein nach Ranna abgeschlossen

In knapp einjähriger Bauzeit wurde die 110-kV-Freileitung vom Partenstein nach Ranna generalsaniert und teilweise neu errichtet. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Arbeiten steht eine der wichtigsten Versorgungsleitungen für das Mühlviertel wieder uneingeschränkt zur Verfügung. Das Projekt ist das Teilprojekt 6 des Stromnetzmasterplans des Landes Oberösterreich 2026. 

Mit der Generalsanierung der 19,7 Kilometer langen Hochspannungs-Freileitung von Partenstein nach Ranna wurde im März 2018 im besten Einvernehmen mit allen 111 Grundeigentümern in insgesamt 8 Gemeinden begonnen. Das Angebot eines, auf den aktuellen Rechtsstand angepassten Dienstbarkeitsvertrages nahm ein Großteil der Grundeigentümer an. Insgesamt hat die Netz Oberösterreich GmbH in Sanierung und Erneuerung 13,9 Millionen Euro investiert.  Im Zuge der Sanierung wurden auf der Leitung 132 Kilometer Leiterseile verbaut. Die bereits mehr als 20 Jahren auf der Freileitung mitgeführten Glasfaserleitungen wurden ebenfalls erneuert, ihre Kapazität dabei um den Faktor 8 erhöht. Weiters wurden besonders exponierte Maststandorte angepasst und deren Situierung optimiert. Das war vor allem durch den Einsatz neuer Montagetechniken möglich, sodass auch in Zukunft ein reibungsloser Betrieb der Hochspannungsleitung sichergestellt ist. Die Arbeiten waren nach der Inbetriebnahme der Leitung im Jahr 1940 die erste Generalsanierung. Mit deren Abschluss kann davon ausgegangen werden, dass ein sicherer Betrieb für die nächsten 80 Jahre sichergestellt ist.   

Umspannwerk am denkmalgeschützten Kraftwerksstandort erneuert 

Im Zuge der Generalsanierung wurde auch das Umspannwerk beim Kraftwerk Partenstein erneuert und modernisiert. Das bisherige Umspannwerk, das 1924 errichtet wurde, war zum Teil im Freien, zum Teil in einem Gebäude installiert. Sowohl die 110-kV-, als auch die 30-kV-Schaltanlage wurden nun durch eine moderne, gasisolierte Innenrauschaltanlage ersetzt und komplett in das Innere des denkmalgeschützten 110-kV-Schaltanlagengebäudes verlagert. Damit wurde auch das Umspannwerk an den Stand der Technik angepasst. Es entspricht nun den höchsten Anforderungen an Energieeffizienz und Versorgungssicherheit. In die Erneuerung des Umspannwerkes wurden weitere 8 Millionen Euro investiert. 

Demontage der bisher benötigten Bayern-Leitung   

Mit der erneuerten Leitungsverbindung kann auch eine bisher notwendige Anbindung an das deutsche Stromnetz in Bayern abgebaut werden. Die fast 18 Kilometer lange 110-kV-Freileitung von Ranna nach Hauzenberg (etwas mehr als 4 Kilometer davon in Österreich) wird für die Versorgung des Mühlviertels nun nicht mehr benötigt. Die Rückbauarbeiten sollen bis 2021 abgeschlossen sein.